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Aktivitäten

Messebesuch FAKUMA

Im Oktober 2017 besuchte der Koordinator des Technologiezentrums im bfz Weißenburg Walter Otters die FAKUMA. Sie zählt zur weltweit führenden Fachveranstaltung für die industrielle Kunststoffverarbeitung und bietet deshalb auch für die Fachschule eine mögliche Plattform zur Gewinnung zukünftiger Unterstützer im Bildungsprozess.

Ein Besuch bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach durfte dabei nicht fehlen, und so wurde Walter Otters von Geschäftsführer Thomas Merkel herzlich begrüßt. Otters überbrachte dabei seinen herzlichen Dank, denn die Wirtschaftsförderer präsentierten das Infomaterial des nächsten Technikerstarts an der Weißenburg Fachschule– für die Weißenburger Schule also eine hilfreiche Unterstützung, um einem möglichst großen Interessentenkreis die Informationen über die im gesamten süddeutschen Raum einmalige berufsbegleitende Fachschulausbildung, die gemäß der Bayerischen Fachschulordnung ausbildet und unterrichtet, zugängig zu machen.

Mit am Stand waren neben zahlreichen regionalen Firmen aus der Kunststoffregion Westmittelfranken auch Professor Dr. Sover vom kunststoffcampus bayern. Mit dem kunststoffcampus pflegt die Fachschule seit dessen Gründung im März 2015 eine kooperative Zusammenarbeit. Eine Auswirkung davon ist z.B. die Verkürzung des Bachelor-Studiums für die Absolventen der Fachschule um 3 Semester.

25 Jahre Technikerschule und Absolventenfeier

Im Rahmen des Jubiläums zum 25jährigen Bestehen der Fachschule wurden auch die 44 Absolventen des Jahrgangs 2012-2016 verabschiedet

Gruppenbild Fachschulabsoventen

Unsere Absolventen 2016

Ein Blick in die Chronik der Fachschule zeigt, dass das bfz Weißenburg seinerzeit ein gutes Gespür hatte: mit großer Zustimmung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, der Stadt Weißenburg und der örtlichen Arbeitsagentur wurde eine richtungsweisende Entscheidung getroffen: die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft übernahmen 1990 die Schulträgerschaft und gründeten damit die bis dahin in Bayern unbekannte Fachrichtung für die Technikerausbildung. Daher war auch gefordert, die Entwicklung der Lehrpläne für diese Fachrichtung auf die Beine zu stellen, die dann auch vom Bayerischen Kultusministerium genehmigt wurden  – eine enorme Herausforderung für das Lehrerkollegium! Ein weiteres Novum war, dass diese Ausbildung berufsbegleitend angeboten wurde. Über 4 Jahre sollten die Schülerinnen und Schüler sich die Kenntnisse aneignen, um am Ende eine staatliche Abschlussprüfung bestehen zu können. 6 lange Jahre, also zwei erfolgreiche Prüfungsdurchläufe galt es zu durchlaufen, bevor dann im Januar 1996 die ersehnte staatliche Anerkennung erteilt wurde.

Seither starten an der Fachschule im 2Jahrestournus jeweils neue Ausbildungsklassen, die über 4 Jahre an den Wochenenden den Unterricht besuchen. 2016 absolvierten 44 Schülerinnen und Schüler die Abschlussprüfungen mit Erfolg – die besten wurden mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

Schulleiter Ott

Begrüßung durch Schulleiter StD Walter Ott

Im Rahmen eines Festabends, zu dem das Berufliche Fortbildungszentrum (bfz) als Träger der Fachschule in den Wildbadsaal in Weißenburg eingeladen hatte, begrüßte Schulleiter StD Walter Ott die Festgesellschaft und hielt Rückschau auf die Anfänge und die Entwicklung der Schule, um dann den zu verabschiedenden Jahrgang entsprechend zu würdigen: Fleiß und Ehrgeiz attestierte er seinen Schülerinnen und Schülern, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit an jedem Wochenende über 4 Jahre hinweg die Schulbank drückten. 16 weitere erarbeiteten sich zusätzlich die Kenntnisse zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife.

Der Leiter des bfz Westmittelfranken Wolfgang Schmidt als Sachaufwandsträger der Fachschule zollte den Absolventen höchsten Respekt und würdigte die herausragende Leistung aller Absolventen, die schon allein für das Durchhalten über 4 Jahre berufsbegleitende Weiterbildung besondere Anerkennung verdienten.

Grußworte für Landkreis und Stadt überbrachten der Stellvertreter des Landrates Peter Kraus und Oberbürgermeister Jürgen Schröppel. Peter Kraus bescheinigte den Jungtechnikern beste berufliche Perspektiven  und Oberbürgermeister Jürgen Schröppel sah darüber hinaus die Fachschule und deren Beitrag zur beruflichen Bildung als festen Anker für Weißenburg als Kunststofftechnikstandort.

Regierungsschuldirektorin Annette Muck-Röthlingshöfer war als Vertreterin der Regierung von Mittelfranken eingeladen und ließ sich gern bitten, die Technikerurkunden an die Absolventen zu übergeben. Auch sie würdigte die Leistungen der Absolventen und betonte, dass die besondere, eben berufsbegleitende Unterrichtsform den Schülern Höchstleistung abverlangte.

Landratstellvertreter Kraus

Stellvertreter des  Landrats Peter Kraus

Frau Muck-Röthlingshöfer

Regierung von Mittelfranken Annette Muck-Röthlingshöfer

An diesem Abend wurde dann auch die langjährige Lehrkraft Dipl.-Ing. Bahri Kiraz verabschiedet, der in fast 20jähriger Lehrtätigkeit an der Technikerschule für die fachlichen Inhalte der Kunststoffverarbeitung, Kunststoffkunde und Konstruktionslehre verantwortlich zeichnete. Als Technischer Direktor der Alfmeier AG in Treuchtlingen konnte er sein enormes Praxiswissen bestens in den Unterricht einbringen.

Verabschiedung Herr Kiraz

Verabschiedung Dipl.-Ing. Bahri Kiraz

Bevor es an die Übergabe der lang ersehnten Urkunden, Abschlusszeugnisse und Zeugnisse der Fachhochschulreife ging, sprach  Schülersprecher Julian Balleis in seiner Ansprache seinen Klassenkameraden und sich selbst ein Lob für das Durchhaltevermögen bis zum ersehnten Abschluss aus und  war sich sicher, dass man mit dem Erwerb des Titels außer einem breiten  fachlichen Wissensspektrum auch persönliche Stärke erlangt hat.

Am Ende der Reden, Ehrungen und Verabschiedung stand für die erfolgreichen Absolventen, deren Angehörige, dem Schulleiter und seinem Lehrerkollegium und den Vertretern aus Politik, der Arbeitsagentur und den örtlichen Kunststoffbetrieben ein gemütliches Zusammensein bei feinem Büffet und Musik. Zum Jubiläum gab es auch eine kleine Ausstellung, die großes Interesse fand: auf Schautafeln wurden die Anfänge der Fachschule bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt in chronologischer Abfolge gezeigt, bereichert  mit Statements von ehemaligen Schülern, die berichteten, welche Karrieresprünge ihnen die Technikerausbildung ermöglichte. Außerdem konnte man sich über die Lehrinhalte der gesamten Ausbildung informieren.

Feier 25 Jahre Fachschule Widbadsaal

Festlich geschmückter Wildbadsaal

 


 

Kooperation sorgt für vertiefte Praxis!

Automatisierungstechnik, Industrie 4.0 – DIE Schlagworte, die in den verarbeitenden Betrieben immer mehr an Bedeutung gewinnen, das heißt auch, dass die Mitarbeiter das geforderte Knowhow beherrschen müssen, um die komplexen Prozesse zu begleiten.

Roboterausbildung bei SAR Gunzenhausen 1

Somit ist das ein sehr  interessantes Lernfeld – auch für unsere angehenden Techniker, die in diesem Arbeitsfeld Verantwortung übernehmen werden. Möglichst praxisnah wünschte man sich diesen Unterricht an der Fachschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie. Das Fach „Automatisierungstechnik“ baut auf den bereits vermittelten Basiskenntnissen der Steuerungstechnik auf, vertieft dann aber in den Themenbereichen Handhabungstechnik, Sensorik, Robotik, Bildverarbeitungssysteme und numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen.

Ein passgenaues Praxismodul wurde möglich durch die langjährige Zusammenarbeit des Technologiezentrums im bfz Weißenburg mit der Firma SAR Elektronic GmbH in Gunzenhausen. Die Firma SAR Elektronic GmbH konzipiert, plant, fertigt und vertreibt am Standort Gunzenhausen komplexe Automatisierungslösungen, welche aus Entnahmesystemen und entsprechenden Weiterverarbeitungslinien mittels Industrierobotern bestehen. Dabei liegt der Tätigkeitsschwerpunkt in der Realisierung dieser Automatisierungslösungen für Kunden in der Kunststoffindustrie.

Vor zwei Jahren hat die Firma neue Räumlichkeiten bezogen, denen auch eine modern ausgestattete Schulungseinheit angegliedert ist, um Mitarbeitern der Kunden, die künftig diese Systeme bedienen sollen, zu schulen.

Im Schulungszentrum, das bayernweit seinesgleichen sucht, stehen hierzu 3 fest installierte KUKA Roboter der Typreihe KR15 und KR30, ausgestattet mit der Steuerungssoftware KRC2 (diese kann auch auf KRC4 hochgerüstet werden), zur Verfügung. Erweitert werden kann der geräumige Schulungsbereich um mobile Roboterzellen,  in denen auch Geräte anderer Hersteller, wie z.B. ABB, eingesetzt sind.

Roboterausbildung bei SAR Gunzenhausen 2

Dieser Praxistransfer wird nun auch den Schülern im Rahmen des Weißenburger Fachschulunterrichts geboten. Das kommt natürlich sehr gut an; sie sind begeistert von der Ausstattung nach neuestem Standard, freuen sich über die optimale Abstimmung von Theorieinhalten und Praxismodul und dem damit einhergehenden vertieften Verständnis für die theoretischen Unterrichtsinhalte.

Außerdem erhalten sie abschließend ein gesondertes Fachzertifikat der Firma SAR Elektronic GmbH und der Fachschule, das die erlernten Praxisinhalte abbildet – sicher ein Plus im beruflichen Werdegang!

Die letztjährige Absolventenklasse der Fachschule hat das Modul bereits erfolgreich durchlaufen, in Kürze wird die nächste Klasse von dieser Kooperation profitieren.